Vorgehensweise. Besonderheiten der Versicherung von Datschen und Gartengrundstücken werden aufgeführt.
Nur eine korrekt ausgefertigte Versicherungspolice ermöglicht es dem Datscha-Besitzer, eine Entschädigung zu erhalten, falls mit seinem Haus oder Grundstück etwas passiert, warnte der Abgeordnete der Staatsduma, Vorsitzender des Datscha-Besitzer-Verbands des Moskauer Gebiets Nikita Tschaplin. Das Verfahren zur Ausstellung der Police an sich ist recht einfach, aber davon, wie korrekt das Dokument erstellt wird, hängt ab, ob im Schadensfall eine Entschädigung gezahlt wird, erklärt er. Jede Nachlässigkeit kann dazu führen, dass eine Person ohne Geld dasteht.
1) Versicherungsobjekt. Versichert werden können Haus, Gartenhäuser, in einigen Fällen — das Grundstück. Also konkrete Objekte, die eine Katasternummer und einen Wert haben. Genau diese müssen in der Police aufgeführt sein.
2) Risikoliste. Üblicherweise werden Wohnhäuser auf Datschen gegen Zerstörung durch Brand, Naturkatastrophen (Überschwemmung, Erdbeben), Blitzschlag, Hagel, Gasexplosion, rechtswidrige Handlungen Dritter, Absturz von Flugzeugen oder umstürzende Bäume, Anprall von Fahrzeugen versichert. Diese Ereignisse müssen in der Police aufgeführt sein. Eine Entschädigung gemäß der Police kann nur dann gewährt werden, wenn eines der im Dokument genannten Ereignisse eingetreten ist.
3) Titelversicherung. Beim Kauf eines Grundstücks und eines Wohnhauses ist es sinnvoll, eine Versicherung gegen das Risiko des Titelverlusts abzuschließen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Immobilie keine ganz einfache Geschichte hat und ein in der Vergangenheit abgeschlossenes Geschäft angefochten werden könnte.
«Im Gegensatz zu anderen Versicherungsarten schützt eine solche Police nicht vor Situationen, die in der Zukunft eintreten, sondern vor Problemen, die bereits in der Vergangenheit aufgetreten sind, sich aber nicht gezeigt haben, — erklärt Tschaplin. — Schutzobjekt ist nicht die Immobilie, sondern das Recht — es wird auch als „Titel“ bezeichnet, das vom bisherigen Eigentümer auf den neuen übergeht».
4) Streng offiziell. Versichert werden kann nur ein Objekt, auf das die Rechte eingetragen sind, das registriert ist und dem Staat bekannt ist. Die einzige Ausnahme — unfertige Bauobjekte. Auch für diese kann eine Police ausgestellt werden.
5) Preis der Versicherung. Eine Police kostet den Datscha-Besitzer mindestens 200 €, glaubt Tschaplin. Der Preis hängt von der Entschädigungssumme im Schadensfall, der Anzahl der Risiken und vielen weiteren Faktoren ab. Zum Beispiel von den Materialien, aus denen das Haus gebaut ist, dem Aufbau der Heizungsanlage, der Einhaltung der Brandschutzabstände sowohl zwischen den Gebäuden auf angrenzenden Grundstücken als auch auf dem eigenen Grundstück, ob es im Ort eine Sicherheitswache gibt, mit welchem Zaun das Gelände umgeben ist, wie schnell die Feuerwehr zum Grundstück kommen kann und wo sie Wasser zum Löschen entnehmen wird.
6) Wichtige Handlungen. Um eine Auszahlung aus der Versicherungspolice zu erhalten, muss das Versicherungsereignis von den Behörden dokumentiert werden. Wenn der Datscha-Besitzer nicht die Einsatzkräfte oder die Polizei gerufen hat, keine Dokumente zu dem Vorfall von dort erhalten hat, sondern der Versicherungsgesellschaft lediglich die Brandstätte oder das Haus mit aufgebrochener Tür präsentiert, wird er höchstwahrscheinlich keine Zahlung erhalten. Ein weiterer häufiger Grund für die Ablehnung der Zahlung durch die Versicherungsgesellschaft — die verspätete Meldung des Ereignisses. In der Versicherungspolice muss unbedingt angegeben sein, innerhalb welcher Frist nach dem Vorfall der Versicherungsnehmer den Vorfall melden muss.