vollwertiger Samen von Rosensämlingen. Rosenarten, die ihre natürlichen Eigenschaften nicht auf die Sämlinge übertragen, vermehren sich auf andere Weise: vegetativ oder durch Pfropfen. Inhalt
- Auswahl des Saatguts
- Stratifikation des Materials
- Behandlung der Samen
Inhaltsverzeichnis:
Auswahl des Saatguts
Blumengeschäfte bieten die unterschiedlichsten Rosensamen an, von den ‚Klassikern‘ (Sorte ‚Krylja Angelow‘) bis hin zu edlen Exemplaren der Floribunda. Man kann auch Samen aus dem eigenen Datscha-Grundstück für die Aussaat verwenden. Wie zieht man Rosen aus Samen der Sorten Hundsrose, Zimt-Rose, Nadel-Rose, Rotblättrige Rose, Runzel-Rose sowie der wunderschönen Staude ‚Krylja Angelow‘, die sich am besten für die Vermehrung eignen und leicht zu veredeln sind? Die zweite Sommerhälfte ist die Reifezeit der Früchte dieser Kulturen; den Zeitpunkt für die Samenernte erkennt man an der charakteristischen roten oder gelben Färbung. Nach der Ernte werden die Samen aus den Früchten entnommen und mit sauberem, angefeuchtetem Flusssand oder einem Sand-Torf-Gemisch im Verhältnis vier zu eins vermischt. Anschließend wird die Mischung in Kisten in den Keller gebracht. Die Samen der Rosenkulturen dürfen nicht getrocknet werden, da sonst die Keimung weniger energisch verläuft. Für die Stratifikationsperiode der Samen sind acht bis achtzehn Monate erforderlich. Die optimale Temperatur wird bei bis zu drei Grad gehalten. Ein freier Luftzugang und ausreichende Feuchtigkeit sind unbedingt erforderlich.
Stratifikation des Materials
Für die Samen der Runzel-Rose und der Zimt-Rose ist keine Stratifikation erforderlich. Im Herbst werden sie in den Boden ausgesät, und im Frühjahr erscheinen die ersten Keimlinge. Für die Anzucht von Setzlingen in Töpfen eignen sich kompakte Polyantha-Rosen, die reich blühen. Sie werden sowohl im Garten als auch zu Hause kultiviert. Das Saatgut wird im Winter für die Aussaat in Töpfe vorbereitet, um die Stratifikationsperiode einzuhalten.
Die Samen werden vorab mit Wachstumsstimulatoren behandelt, um den Keimungsprozess zu aktivieren. Die Erde für die Aussaat in den Töpfen muss mit Feuchtigkeit gesättigt sein. Die Samen werden in die Erde gedrückt und zur Verdichtung mit feuchtem Sand bestreut.
Die Aussaten werden mit einer wässrigen Lösung mithilfe eines Zerstäubers behandelt, der Topf wird mit Plastikfolie eingewickelt und für zwei Wochen im Raum belassen. Danach beginnt die Stratifikationsperiode, die ein bis zwei Monate dauert. Während dieser Zeit sollte die Temperatur des Aufbewahrungsortes sieben Grad nicht überschreiten. Hochwertige Pflanzensamen, die vor der Aussaat eingeweicht und mit Wachstumsstimulatoren behandelt werden, keimen bereits während der Stratifikation. Um ein Überwachsen der Sämlinge zu verhindern, müssen sie an einen kühlen, aber gut beleuchteten Ort gestellt werden. Die Keimlinge werden sorgfältig vor Sonnenstrahlen geschützt. Das ist wichtig.
Verfahren zur Saatgutbehandlung

Um Rosensamen zu gewinnen, benötigt man ein gut geschärftes Messer, um die Frucht vorsichtig zu durchschneiden. Danach wird Folgendes benötigt:
- Ein feines, ausreichend tiefes Sieb
- Eine tiefe Schüssel
- Wattepads
- Dreiprozentiges Wasserstoffperoxid
- Plastiktüten
Aus der aufgeschnittenen Frucht werden vorsichtig die Samen entnommen. Das Fruchtfleisch wird entfernt, da es das Keimen verzögert. Der nächste Schritt ist die Desinfektion der Samen mit Wasserstoffperoxid. Die Samen werden im Sieb für 20 Minuten in die Lösung getaucht; es können Bläschen entstehen. Das ist normal. Anschließend werden die Samen auf eine Unterlage gelegt und mit demselben, mit Wasserstoffperoxid getränkten Material bedeckt. Jede Sorte wird in einen eigenen Beutel verpackt (die getränkten Tücher nicht entfernen), der mit der Sorte und dem Datum beschriftet wird. Im Kühlschrank aufbewahren, dafür eignet sich das Gemüsefach. Während der Lagerung muss regelmäßig auf Schimmelbefall überprüft werden. Bei Schimmel werden die Verpackungstücher ausgetauscht. Nach eineinhalb bis zwei Monaten Lagerung erscheinen die ersten Keimlinge, die in Töpfe oder Torfquelltöpfe umgesetzt werden. Um der Bildung von 'Schwarzbeinigkeit' vorzubeugen, wird die Substratoberfläche mit einer dünnen Schicht Perlit abgedeckt. Zusätzlich wird eine Beleuchtung für die Sämlinge hinzugefügt (10 Stunden Licht pro Tag). Am Ende erhalten Sie kräftige, gut entwickelte Setzlinge. Die Bewässerung erfolgt nach Bedarf. Die Düngung erfolgt in sehr begrenztem Umfang. Für das Erscheinen der ersten Knospe nach dem Umtopfen sind acht Wochen Pflanzenentwicklung notwendig, und nach weiteren drei bis fünf Wochen beginnen sich rührende und zarte Miniaturblüten an einem winzigen Büschchen zu öffnen. Duftend…edel…und vor allem – selbstgezüchtet! Eine Rose, die Sie aus Samen gezogen haben. Videoanleitung zum Züchten von Rosen aus Samen: