Französische Landwirte haben einen cleveren Weg gefunden, günstig und ohne großen Aufwand die Bodenfruchtbarkeit zu bestimmen. Dazu vergraben sie ein Tuch in der Erde und warten ab, was damit passiert.
Wenn das Gewebe schnell verrottet, bedeutet das, dass im Boden ein aktives Leben herrscht. Wenn die Zersetzung hingegen langsamer wird oder zum Stillstand kommt, deutet dies auf einen Mangel an Mikroorganismen und die Notwendigkeit hin, das Bodengleichgewicht zu verbessern.
Eine Gärtnerin beschloss, diesen Lifehack zu wiederholen. Sie vergrub gewöhnliche Baumwolltücher 15 Zentimeter tief, in einiger Entfernung von den Beeten, und markierte die Stellen zur genauen Lokalisierung. Das Experiment dauerte zwei Monate, von Anfang Juni bis Mitte August.
Nach zwei Monaten wurden die Tücher ausgegraben, und die Ergebnisse waren deutlich sichtbar. Das Gewebe hatte sich merklich verändert: es war dünner geworden, an manchen Stellen zerfallen. Zwar war keine vollständige Zersetzung erfolgt. Das zeigt jedoch, dass im Boden aktive Mikroorganismen vorhanden sind. Das bedeutet, dass die Erde ein gutes Potenzial für den erfolgreichen Pflanzenanbau besitzt.
«Wenn sich das Gewebe in Ihrem Garten nach ein paar Monaten kaum verändert hat, ist das ein Alarmzeichen. Das kann auf einen Mangel an Leben im Boden hindeuten, möglicherweise aufgrund von Erschöpfung, übermäßigem Einsatz von chemischen Düngemitteln oder anderen negativen Faktoren. In diesem Fall sind Maßnahmen zur Bodenverbesserung erforderlich: Ausbringen von Gründüngung, Verbesserung der Drainage und Verzicht auf Chemikalien», — ergänzte die Gärtnerin.