Alle Hobbygärtner wissen, dass mit der Erwärmung die Schädlinge erwachen, die in den Gärten ihr Unwesen treiben und alles Lebendige fressen. Eines der Hauptprobleme — die Blattlaus.
Warum sind Blattläuse gefährlich?
«Blattläuse sind heimtückische Schädlinge, die den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen. Sie ernähren sich von Pflanzensäften, was zu Erschöpfung, Wachstums- und Fruchtstörungen und in fortgeschrittenen Fällen zum Absterben führt. Das Grün leidet, Blätter fallen vorzeitig ab und an der Pflanze können verkrüppelte Wucherungen — Gallen — entstehen», — erklärte der Agronom Pavel Laguta.
Interessanterweise ist die Blattlaus nicht nur ein Einzeltäter, sondern auch der Anstifter ganzer «Heere» von Schädlingen. Ihre süßen Ausscheidungen locken Ameisen an, was die Bekämpfung erschwert — die Verbündeten der Blattlaus leben nicht einfach nebeneinander, sie sind voneinander abhängig. Das Problem wird durch die schnelle Vermehrung der Blattläuse verschärft: Ein einziges Weibchen kann Hunderte und Tausende neuer Schädlinge hervorbringen.
Blattläuse übertragen auch gefährliche Viren, die Pflanzen befallen. Eine Blattlausart kann Träger von Hunderten verschiedener Phytopathogene sein.
Können Fröste die Schädlinge töten?
In die zentrale Region Russlands kommen, wie wir bereits geschrieben haben, Fröste. Und die Hobbygärtner fragen hoffnungsvoll, ob Minustemperaturen die Blattläuse beeinflussen können. Gibt es Hoffnung, dass der üble Schädling, wenn auch nicht vollständig ausstirbt, seine Reihen sich doch lichten? Aber unser Experte will die Gärtner nicht vorschnell erfreuen.
«Die abgelegten Larven und flügellosen Weibchen der Blattläuse zeigen eine erstaunliche Frostresistenz und bleiben sogar bei Temperaturen bis −25 °C lebensfähig! Daher sind ihnen keine Frühlingsfröste gefährlich», — erklärte Laguta.
Laut dem Agronomen fallen die Blattläuse für kurze Zeit in Winterstarre, erwachen aber mit der Wärme bei Temperaturen von +5 °C wieder und nehmen ihre schädliche Tätigkeit wieder auf.
Und wie man Blattläuse loswird, lesen Sie hier.