«Ein Birnbaum verträgt mäßige Fröste, — erzählt die Agronomin Oktjabrina Ganitschkina, — selbst wenn es minus 2 Grad sind, passiert ihm nichts. Es kommt auch vor, dass er minus 3 Grad aushält. Es kommt darauf an, wo er wächst. Wichtig ist, dass der Standort windgeschützt und in einer Senke liegt. Wenn diese Regeln eingehalten werden, kann er auch minus 5 Grad ruhig überstehen. Außerdem hängt es stark von der Region und dem Pflanzort ab. Im letzten Jahr zum Beispiel hatten wir Fröste bis minus drei Grad, und mein ganzer Baum war mit Birnen bedeckt».
Es gibt auch bewährte Methoden, um den blühenden Baum vor dem herannahenden Frost zu schützen.
«Um den Birnbaum vor der Kälte zu schützen, wenn es morgens nach einer Nacht Frost gibt, muss man früh morgens gegen 3-4 Uhr einen Schlauch nehmen und ihn bewässern, - rät Oktjabrina. — Dann überziehen sich die Blüten mit einer Eisschicht und sind vor der Kälte geschützt. Eine weitere Methode – das Räuchern in der Nähe des Birnbaums. Man muss ein Fass nehmen, etwas Holzspäne hineinschütten und anzünden. Das Fass direkt unter den Birnbaum stellen. Es entsteht dichter Rauch, der die Pflanze ebenfalls schützt. Beachten Sie bitte, dass wir hier speziell von Rauch sprechen. Und zwar aus dem Fass. Man sollte kein Lagerfeuer anzünden. Das gilt aus Sicherheitsgründen als sehr gefährlich. Alle Feuer machen Gärtner heutzutage nur noch in einem eisernen Fass. Es gibt sowohl Rauch als auch gute Asche. Schließlich ist der Birnbaum nicht hoch, man kann eine Leiter aufstellen, falls man weiß, dass es morgen Frost geben wird, und ihn mit einem Vlies abdecken. Außerdem gibt es heutzutage Präparate, mit denen man den Baum besprühen kann, um ihn vor Frost zu schützen. Ich empfehle, solche zu kaufen. Kleine Fröste halten sie tatsächlich recht gut aus».