Wann kann ein Datscha-Besitzer wegen der Lagerung von Baumaterialien auf dem Grundstück bestraft werden?

Für die Lagerung von Baumaterialien und die Ablagerung von Bauschutt, der von Bauarbeiten übrig geblieben ist, auf dem Grundstück kann ein Bußgeld von 20 € bis 50 € gemäß Art. 20.4 des Ordnungswidrigkeitengesetzes der Russischen Föderation (Verstoß gegen Brandschutzvorschriften) verhängt werden. Darüber berichtete Dr. jur., Mitglied des Ausschusses für Wohnungswirtschaft der Industrie- und Handelskammer der Russischen Föderation, Alexander Tolmatschew.

«Grundlage für das Bußgeld ist ein Verstoß gegen Brandschutzvorschriften sowie gegen Flächennutzungs- und Hygienevorschriften», sagte der Experte und nannte die Hauptgründe, aus denen ein Bußgeld verhängt werden kann.

1. Verstoß gegen Brandschutzabstände. Dies ist der Hauptgrund. Brennbare Materialien (Schnittholz, Bretter, Dachpappe) dürfen nicht gelagert werden.

  • näher als 6 Meter an Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden auf dem Grundstück,
  • näher als 15 Meter an einem Wald oder Waldpark.

2. Vermüllung des Grundstücks und Verstoß gegen Hygienevorschriften. Eine Bauschuttdeponie kann gegen Hygienevorschriften (SanPiN) und die Satzung der Gartenbaugenossenschaft verstoßen. Wie Tolmatschew berichtete, haben die Nachbarn in diesem Fall das Recht, einen Inspektor zu rufen und vom Eigentümer des Grundstücks die Beseitigung der „Deponie“ zu verlangen.

3. Blockierung von Durchgängen und Zufahrten. Wenn ein Baustofflager den Zugang zum Haus oder zum Zaun erschwert oder die Evakuierung im Brandfall behindert, stellt dies einen direkten und groben Verstoß gegen die Brandschutzvorschriften dar.

Wer kann ein Bußgeld verhängen?

Ein Bußgeld kann der Inspektor der staatlichen Brandschutzaufsicht (EMERCOM) bei planmäßigen oder außerplanmäßigen Kontrollen verhängen, insbesondere während der Brandschutzsaison. Der Vorsitzende des Vorstands des Gartenbauvereins (SNT) kann einen Verstoßbericht erstellen und an die Behörden weiterleiten oder gemäß der Satzung des SNT ein Bußgeld verhängen.

Auch die Verwaltungskommission der örtlichen Gemeindeverwaltung (Munizipalität) ist befugt, auf Nachbarbeschwerden oder im Rahmen von Sauberkeitskontrollen ein Bußgeld zu verhängen.

Was ist zu tun, um ein Bußgeld zu vermeiden?

Um eine Bestrafung zu vermeiden, müssen einige wichtige Regeln beachtet werden.

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1. Beachten Sie die Brandschutzabstände.

2. Lagern Sie Materialien weit entfernt von jeglichen Gebäuden.

Nach Ansicht des Experten ist es am besten, dies in der Mitte des Grundstücks, fern von Nachbargebäuden und Grundstücksgrenzen zu tun.

3. Ordnen Sie das Lager (werfen Sie nicht alles auf einen Haufen).

4. Decken Sie es mit Plastikfolie oder Plane ab, um es vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen. Das verleiht dem Lager ein zivilisiertes Aussehen und zeigt, dass sich unter der Abdeckung kein Müll, sondern organisierte Lagerung befindet. Die ideale Lösung ist es, den Lagerbereich abzugrenzen.

5. Versuchen Sie, Materialien nicht länger als ein bis zwei Saisons zu lagern.

6. Entfernen Sie brennbare Stoffe. Farben, Lacke, Lösungsmittel, Gasflaschen dürfen nicht im Freien oder in Anbauten des Hauses gelagert werden. Sie müssen in einem separaten, nicht bewohnten Raum (Schuppen, Garage usw.) aufbewahrt werden.

7. Verletzen Sie nicht die Rechte der Nachbarn. Das Lager sollte ihnen nicht das Licht oder die Aussicht versperren, den Durchgang behindern oder unhygienische Zustände schaffen (Nagetiere, Insekten anziehen).

8. Pflegen Sie gute Beziehungen zu den Nachbarn — das ist die beste Versicherung gegen Beschwerden.

9. Studieren Sie die Satzung Ihres SNT. Darin können zusätzliche interne Regeln zur Lagerung von Materialien enthalten sein. Auch diese müssen Sie einhalten.

Wie vermeidet man die Vermüllung des Grundstücks?

Darüber hinaus teilte Alexander Tolmatschow seinen Lifehack mit, der hilft, Unordnung auf dem Grundstück zu vermeiden. Nach Ansicht des Experten sollte man sich nicht schämen, unerwünschte Gegenstände zur Abholung durch die Nachbarn anzubieten. Man kann jederzeit im gemeinsamen Chat schreiben: «Auf dem und dem Grundstück liegen zwei Sessel. Wenn jemand sie braucht — kommen Sie und nehmen Sie sie mit».

«Im 19. Jahrhundert galt in Europa die Regel, dass ein vermülltes Grundstück in das Eigentum desjenigen überging, der es aufgeräumt und in einen anständigen Zustand versetzt hatte,— erklärte der Experte. — So waren die Gesetze früher».

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