Wenn man sich entscheidet, ein Aquarium zu kaufen, muss einem bewusst sein, dass man es vor allem richtig auswählen muss. Denn ein Aquarium ist nicht nur ein Einrichtungsgegenstand, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern auch ein Lebenserhaltungssystem für Lebewesen.
1. Das Erste, was bei der Auswahl eines Aquariums zu beachten ist, ist sein Standort.
Dieser sollte folgenden Parametern entsprechen:
- Beleuchtung: Das Licht sollte ausreichen für Pflanzen und Bewohner, aber nicht zu viel sein, sonst beginnt das Wasser zu „blühen“.
- Direkte Sonneneinstrahlung ist völlig ausgeschlossen!;
- Lärm: Der Standort für das Aquarium sollte so weit wie möglich von Türen, verschiedenen Durchgängen und allen möglichen Lärmquellen entfernt sein;
- Vibration: Fische (wie Kampffische, Guppys, Cardinalfische und andere Arten) vertragen keine Vibrationen, daher sollten Kühlschrank, Fernseher und große Haushaltsgeräte nicht in der Nähe des Aquariums stehen;
- Erreichbarkeit: Ein Aquarium benötigt Pflege, entsprechend sollte ein bequemer Zugang vorhanden sein;
- Beständigkeit: Umzüge mag niemand, auch nicht die Wasserbewohner.
2. Der moderne Markt bietet verschiedene Aquarienmodelle an: mit Unterschrank zur Aufstellung, Aquarienbilder, die an der Wand angebracht werden, und Säulenaquarien, die direkt in der Mitte des Raumes aufgestellt werden können.
3. Ein Aquarium gilt als klein, wenn sein Volumen 25 l nicht überschreitet. Über 100 Liter gilt es bereits als groß. Alles, was zwischen diesen beiden Werten liegt, ist ein mittleres Volumen.
Es sind zwei wichtige Regeln zu beachten:
1. Je breiter das Aquarium, desto größer die Wasseroberfläche und desto höher der Sauerstoffgehalt im Wasser.
2. Je kleiner das Aquarium, desto schwieriger ist die Pflege. In einem kleinen Volumen ist das künstlich geschaffene Ökosystem äußerst instabil, sein Gleichgewicht wird sehr leicht gestört. In größeren Volumina ist das Mikroklima ausgeglichener, daher ist die Pflege eines großen Aquariums viel einfacher. Bei anfänglich korrekter Befüllung mit Wasser, Bodengrund und Pflanzen reguliert sich sein Ökosystem ohne fremdes Eingreifen jahrelang selbst. Das optimale Volumen liegt bei 100-250 l.
4. Das Becken selbst kann sowohl aus Silikatglas (in der Regel rechteckige Modelle) als auch aus Acrylglas gefertigt sein – das sind Modelle mit gebogenen oder kugelförmigen Elementen. Die Acrylvariante ist weniger verletzungsgefährlich, ein solches Aquarium kann in einem Kindergarten oder an einem öffentlichen Ort, z. B. in einem Café oder einer Bar, aufgestellt werden.
5. Beim Kauf eines Aquariums mit Glaswänden müssen die Scheiben sorgfältig auf Kratzer und Risse überprüft werden. Lassen Sie sich zusätzlich zur ausreichenden Wandstärke beraten. Ausstattung für das Aquarium
Selbstverständlich wird für die Pflege eines so komplexen biologischen Objekts spezielle Ausrüstung benötigt. Sagen wir gleich: Daran sollte man nicht sparen, sonst erschweren Sie nicht nur das Leben Ihrer Haustiere, sondern auch Ihr eigenes.
6. Zuallererst sollte man über die Beleuchtung des Aquariums nachdenken. In der Regel ist im Aquarienset bereits ein Beleuchtungssystem enthalten – gewöhnliche Leuchtstofflampen sind in den Deckel des Aquariums eingebaut. Wenn die Sammlung aus anspruchslosen „durchschnittlichen“ Fischen besteht, reicht ihnen dieser Modus völlig aus. Handelt es sich jedoch um seltene Fischarten, sind diese empfindlicher, und daher muss man für sie spezielle „Phyto“- oder „Aqua“-Lampen ausgeben, deren Lichtspektrum dem natürlichen Licht nahekommt.
7. Zur besseren Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff ist die Installation eines Filters und eines Kompressors erforderlich. In der Regel sind diese beiden Geräte kombiniert. Dieses Modell hat sich für kleine und mittlere Volumina hervorragend bewährt. In einem großen Aquarium wäre die Installation eines zweiten Kompressors und zusätzlicher Bodenfilter sinnvoller.
8. Beim Kauf sollte man auf die Kennzeichnung achten – dort ist angegeben, für welches Volumen sie ausgelegt sind. Ein zu kleiner wird der Aufgabe nicht gewachsen sein, ein zu großer entzieht dem Wasser die gesamte organische Substanz, die für die Pflanzenernährung benötigt wird. Eine Heizung ist ein unverzichtbares Zubehör für jedes Aquarium. Die meisten exotischen Fische fühlen sich bei der üblichen Temperatur von 18–22 °C nicht sehr wohl. Besser ist es, wenn die Heizung mit einem automatischen Thermostat ausgestattet ist – das hilft, eine konstante Temperatur zu halten. Und ein Thermometer – ein Flüssigkristallgerät in Streifenform, das von außen aufgeklebt wird – hilft bei der Kontrolle.
9. Bei der Auswahl von Aquarienfischen berücksichtigen Sie deren Verhalten und Neigungen. Informieren Sie sich über die Besonderheiten ihrer Haltung. Setzen Sie keine Raubfische zu friedlichen Exemplaren.