Dieser immergrüne Sukkulent, der sich mit rankenden Zweigen über den Boden legt, sieht sehr dekorativ aus. Dabei ist die Pflanze relativ widerstandsfähig und pflegeleicht. Daher hat die Aptenie bei unseren Gärtnern so großen Anklang gefunden. Inhalt:
- Aptenie in der natürlichen Umgebung
- Aptenie herzblättrig
- Anbau der Aptenie
Inhaltsverzeichnis:
Aptenia in der natürlichen Umgebung
Die Aptenie ist ein Halbstrauch, der im Laufe des Jahres bis zu einem halben Meter wächst. Ihre Blätter werden mehr als 5 Zentimeter lang und etwa 3 Zentimeter breit. Die Blattspreiten sind mit Papillen bedeckt. Die Blüten bilden keine Blütenstände und sitzen auf kurzen Stielen. Die Frucht der Aptenie ist eine wasserabsorbierende Kapsel mit winzigen Samen. Sie reift innerhalb weniger Monate. Die Pflanze blüht sehr üppig mit leuchtenden kleinen Blüten an sonnigen Standorten. In Afrika und Australien übersteht diese Pflanze Trockenheit problemlos, verträgt jedoch keinen Frost. Diese sonnenliebende Blume braucht Wärme, daher kann sie zu den hitzebeständigen Pflanzen gezählt werden. Im natürlichen Verbreitungsgebiet, zum Beispiel in Buenos Aires, blüht die Aptenie vom Frühjahrsanfang bis fast in den Winter. Die Blüten öffnen sich normalerweise mittags. Ihre Zimmerpflanzenverwandten hingegen öffnen sich bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen schon am Morgen.
Die am weitesten verbreitete Aptenie ist einjährig, es gibt aber auch zweijährige und sogar mehrjährige. Ihr gesamter aktiver Zeitraum im Lebenszyklus beträgt jedoch etwa 4 Monate.
Diese Blume ist noch wenig erforscht. Sie beginnt zu blühen, nachdem alle Pflanzenteile mit einer hohen Salzkonzentration gesättigt sind. Dies führt bei der Aptenie zur Fruchtbildung, wonach die Einjährige abstirbt. In Australien und Kalifornien wächst diese an die Bedingungen angepasste Blume auf ausgelaugten Böden in der Nähe von Mülldeponien und entlang von Straßen. Der salzige Boden ist wichtig für die Feuchtigkeitsspeicherung, daher kann diese Pflanze den Boden auslaugen, indem sie wasserlösliches Salz aus dem Boden absorbiert und unlösliches Trockensalz zurückgibt. Das Salz sammelt sich in der gesamten Pflanze und speichert Feuchtigkeit. Außerdem trägt das Salz zur Bildung einer 'kristallenen' Haut bei. Bemerkenswert ist auch, dass die kristallene Aptenie die Entwicklung benachbarter Pflanzen hemmt, indem sie trockenes Salz in den Boden abgibt, an dem die Nachbarn zugrunde gehen. Afrikaner haben diese Pflanze seit jeher in rituelle Getränke eingearbeitet, denn der Saft der Aptenie ist reich an psychotropen Halluzinogenen.
Herzblättrige Aptenia
Die in unseren Breiten am häufigsten vorkommende ist die kriechende herzblättrige Aptenia. Ihre dekorative Wirkung macht die Pflanze sehr ausdrucksstark in Hängeampeln. Die Stängel der Pflanze, die dünnen Schläuchen ähneln, hängen 25-30 Zentimeter herab. Die Blätter dieser Art sind klein, nur etwa eineinhalb Zentimeter lang. Sie stehen gegenständig am Stängel und haben eine verkehrt eiförmige Gestalt. Die Blüte der Aptenia ist klein, kräftig rosa bis sogar scharlachrot. Die Blüten erscheinen morgens aus den Blattachseln, sind den ganzen Tag geöffnet und sterben gegen Abend ab. Die Blüte ist nicht breiter als eineinhalb Zentimeter.
Bemerkenswert ist, dass die Pflanze selbst einen Weg gefunden hat, sich in der heißen afrikanischen Savanne vor Sonnenbrand und übermäßiger Verdunstung zu schützen. Dazu entwickeln sich im Gewebe dieser Aptenia sogenannte „Kristallzellen", die einen schützenden Film bilden, der gefährliche Strahlen reflektiert und nur den nützlichen Teil der Strahlung absorbiert.
Züchter haben Hybridformen der Blüte in verschiedenen Rottönen entwickelt. Die Blattfarbe entsteht durch Übergänge verschiedener Schattierungen – von grünlich bis bräunlich. Solche Hybriden, die durch Kreuzung verschiedener Arten entstanden sind, stellen hohe Ansprüche an den Boden. Am besten gedeihen sie auf leichten, luft- und wasserdurchlässigen Böden. Nach der Blüte bildet diese von Insekten bestäubte Pflanze eine bedecktsamige Fruchtkapsel mit vier Fächern. Die winzigen Kapseln werden nicht länger als 1 Zentimeter. Kein Wunder, dass die feinen Samen wie Staub aus dem Kokon rieseln und sich recht leicht vermehren. Dabei keimen sogar frische, gerade gesammelte Samen. Zu dieser Art der beliebten Aizoaceae-Pflanze gehören viele Unterarten. Die Aptenia wächst im trockenen Teil Afrikas, kommt aber auch in anderen Regionen vor. Es gibt viele weitere Aptenia-Arten. Sie sind in unserer Gegend jedoch weniger beliebt, da sie nicht an die klimatischen Besonderheiten angepasst sind.
Anbau der Aptenia

Die am besten geeignete Temperatur für den Anbau der Aptenia beträgt 22 Grad. Da die Beleuchtung ausreichend sein muss, wird die Blume an Ost- und Südfenstern kultiviert. Die Pflanzungen dieses Sukkulenten werden sparsam vorgenommen, da er sich schnell entwickelt und die Nachbarn unterdrückt. Als Unterpflanzung wird die Aptenia nicht in Gefäße gesetzt. Außerdem ist es wichtig, die Aptenia nicht zu überwässern. Man kann die Pflanze in unfruchtbaren alkalischen Boden setzen. Diese Aptenia-Art siedelt sich problemlos auf gesättigten Salzflächen an. Sie ist als Zierpflanze beliebt. Der Anbau erfolgt im Freiland als Randbepflanzung und in Gefäßen als Ampelpflanze. Für die Zimmerkultur kann man jede beliebige Erde verwenden, entscheidend ist die Drainage. Im Topf werden Löcher im Boden angebracht, eine gute Drainageschicht wird ausgelegt. Besser ist es, Sand hinzuzufügen. Die Erdmischung für die Aptenia besteht aus:
- Sand mit Laub- oder Rasenerde
- Lehm und Tonerde
- Holzkohle
Aptenia benötigt keine Düngung. Wenn Sie sie richtig pflanzen, können Sie häufige Aufmerksamkeit vergessen. Außerdem wird Aptenia im Laufe einer Vegetationsperiode mehrmals selbst zu einem ausgezeichneten Dünger, der für Kakteen und Sukkulenten geeignet ist. Die Vermehrung dieser Aptenia-Art erfolgt hauptsächlich durch Stecklinge, da sie sich sehr leicht entweder im Wasser oder in feuchter Erde bewurzeln lässt. Die Vorherrschaft der Stecklingsvermehrung erklärt sich auch dadurch, dass die Vermehrung von Aptenia durch Samen sehr schwierig ist. Oft gelingt kein einziger Versuch. Die winzigen Samen, die in die Erde gesät werden, keimen meist recht gut, aber später sterben die Sämlinge aufgrund von übermäßiger Feuchtigkeit und aus anderen Gründen. Die Vermehrung von Aptenia sollten Sie im Herbst durchführen, damit die Triebe in der aktiven Entwicklungsphase im Frühjahr wachsen und bis zur Blüte im Mai Wurzeln schlagen können. Eine junge, aus einem schwachen Steckling wiederbelebte Pflanze blüht im Frühjahr viel schneller als eine alte. Es kommt vor, dass vom Pflanzen bis zur Blüte nicht einmal ein halber Monat vergeht!
Aptenia ist recht anspruchslos und benötigt in der Freilandkultur überhaupt keine Pflege. Der optimale Standort sind sonnige Beetabschnitte. Gießen Sie sie mäßig und im Winter — minimal.
Aptenia wird im gesamten Gebiet der ehemaligen UdSSR angebaut. Dabei sollten Sie ihr die richtige Pflege und Pflanzung in einer geeigneten Umgebung zukommen lassen. Natürlich entwickelt sich diese Pflanze ohne Aufmerksamkeit nicht. Wenn Sie sich aber zumindest gelegentlich um sie kümmern, werden die Blüten und das Grün der Aptenia stets mit ihrer üppigen Schönheit das Auge erfreuen!
Genießen Sie die Blüte der Aptenia im Video: