Viele behaupten, dass sie besser wachsen. Ist das wirklich so? Eine Gärtnerin aus Belgorod, Ludmila, erzählt von ihren Erfahrungen:
«Lassen Sie uns zunächst herausfinden, was der Unterschied zwischen Pikieren, Umpflanzen und Verpflanzen ist. Viele glauben, dass Pikieren der Sämlinge bedeutet, die Setzlinge (Auswahl der stärksten) in einzelne Behälter umzutopfen — das ist falsch.
Das Umsetzen von Keimlingen aus kleinen Behältnissen in größere, zusammen mit dem Erdballen, um die Wurzeln nicht zu beschädigen, nennt man Umpflanzen (so verfährt man normalerweise nach dem Pikieren).
Und das eigentliche Umpflanzen im wahren Sinne dieser Handlung ist, wenn wir einfach die in einer gemeinsamen Kiste herangewachsenen Sämlinge in Töpfchen umsetzen. Dabei können die Wurzeln beschädigt werden, denn die Sämlinge wachsen in der Regel dicht, die Wurzeln verflechten sich miteinander.
Eine solche kleine Aufklärung ist notwendig, um später in Gesprächen über Setzlinge keine Fehler zu machen.
Nun kehren wir zu unseren Paprika und Auberginen zurück. Müssen sie nun pikiert werden oder nicht? Die Erfahrung zeigt, dass sogar Tomaten, die leicht Seitenwurzeln bilden, nach dem Pikieren — dem Abklemmen der Hauptwurzel — krank werden. Und solche empfindlichen Pflanzen wie Paprika und Auberginen vertragen den Pikiervorgang noch schmerzhafter. Daher helfen wir nicht, sondern stören die Entwicklung des Wurzelsystems, wenn wir die Hauptwurzel abklemmen.
Und zusätzliche Wurzeln entwickeln sich auch bei tiefer Pflanzung ohne jegliches Abklemmen der Hauptwurzel hervorragend.
Darüber hinaus wird empfohlen, die Keimlinge beim Umpflanzen nicht zu tief zu setzen — nicht mehr als ein Drittel des sogenannten Keimblattsstiels (des Stängelabschnitts von der Wurzel bis zum Knoten, aus dem die Keimblätter, oder einfacher, die ersten Blätter des Embryos hervorgehen). Nach dem Umpflanzen der Setzlinge an einen festen Platz im Freiland sollten die Paprika- und Auberginensämlinge nicht angehäufelt werden, um Fäulnis zu vermeiden.»