Nach der festlichen Mahlzeit sollten Sie die Essensreste nicht voreilig zum Müll bringen – vieles ist keineswegs Abfall, sondern eine wertvolle Ressource für den Garten. Verarbeitete organische Abfälle geben dem Boden Nährstoffe zurück, verbessern seine Struktur und verringern den Bedarf an gekauften Düngemitteln.
Geringe Mühen bei der Sortierung und Lagerung ermöglichen es, Schalen, Reste und Kaffeesatz in fruchtbaren Kompost zu verwandeln und damit in eine Zukunft reicher Ernten. Die Gärtnerin Tatjana Swetlaja erzählte, was man in den Kompost geben kann und wovon man besser die Finger lässt.
Inhaltsverzeichnis:
Was Sie bedenkenlos in den Kompost geben können
- Gemüse- und Obstreste: Kartoffel- und Karottenschalen, Salatblätter, Gurken, Apfelkerne usw. Dies sind «grüne» Materialien, reich an Stickstoff, die schnell verrotten.
- Kaffeesatz und gebrauchte Teebeutel (wenn die Beutel kein Plastik enthalten): eine hervorragende Stickstoff- und Spurenelementquelle.
- Eierschalen (zerkleinert): eine gute Calciumquelle; vor dem Einbringen am besten trocknen und zerdrücken.
- Ungesüßtes altbackenes Brot in Maßen: wird schnell verarbeitet, zieht aber Nagetiere an, wenn man zu viel hineingibt.
- Servietten, unbeschichtetes Einwegpapier, Zeitungen (sollten zerkleinert werden): dienen als «braune» Materialien und liefern Kohlenstoff.
- Holzelemente: Holzspieße, Hackschnitzel — gelten als «braun». Man kann auch Tannenzweige hinzufügen, aber die Nadeln zersetzen sich langsamer und erhöhen den Säuregehalt, daher sollten sie in kleinen Portionen und vorzerkleinert in den Kompost gegeben werden.
- Reste von Gemüsegerichten ohne Öl und Fleisch: geschmortes Gemüse, fettfreie Beilagen — möglich, aber am besten klein schneiden.
Was Sie nicht in den normalen Gartenkompost geben sollten
- Salate mit Mayonnaise und Öl — zum Beispiel Olivier: Mayonnaise, Pflanzenöl und saure Sahne umhüllen die Speisereste mit einem Film, der keine Luft durchlässt. Infolgedessen beginnt anstelle einer nützlichen aeroben Kompostierung eine faulige Gärung ohne Sauerstoffzufuhr, nützliche Bakterien sterben ab, und der Fettgeruch lockt Ratten an.
- Fleisch, Fisch, Geflügel und Brühen: ziehen Tiere an, verursachen Gerüche, zersetzen sich langsam und können Krankheitserreger übertragen.
- Knochen: zersetzen sich extrem langsam; bleiben im Hauskompost jahrelang erhalten.
- Milchprodukte und Fette (Butter, saure Sahne, Käse): verursachen Gerüche, erschweren den Luftaustausch und ziehen Insekten und Nagetiere an.
- Frittierte, stark gewürzte und ölige Reste: Sie verursachen ebenfalls Probleme mit Geruch und Schädlingen.
- Zitrusschalen in großen Mengen: In kleinen Mengen akzeptabel, aber ein hoher Anteil an Zitrusfrüchten erhöht den Säuregehalt und verlangsamt die Zersetzung.
- Nussschalen und Kokosschalen: Zersetzen sich langsam; Walnussschalen und Blätter des Schwarznussbaums enthalten Stoffe, die das Wachstum einiger Pflanzen behindern.
- Einwickelpapier, Folie, Bänder, Glitzer, Kunststoff- und Metallteile, Kerzenwachs (Paraffin): nicht kompostierbar.
Praktische Tipps für die Arbeit mit «Festtagskompost»
- Balancen Sie «grüne» (Feuchtigkeit, Stickstoff) und «braune» (trockene, Kohlenstoff) Materialien: Mischen Sie nach Festlichkeiten Papier, Laub oder Hobelspäne unter, um Gerüche zu vermeiden.
- Schneiden Sie Speisereste klein — so beschleunigt sich die Zersetzung.
- Bedecken Sie frische Zugaben mit einer Schicht «brauner» Materialien oder Erde, um Tiere nicht anzulocken.
- Halten Sie die Feuchtigkeit wie bei einem gut ausgedrückten Schwamm; lüften Sie den Kompost bei Bedarf, indem Sie ihn regelmäßig umsetzen.
- Wenn Schädlinge oder starker Geruch auftreten — entfernen Sie Fleisch- und Fettreste und fügen Sie mehr kohlenstoffhaltiges Material hinzu.