Meine Liebe — die Nachtviole Matthiola

Der feine und zarte Duft von Blumen bezaubert alle. Besonders, wenn mit einem Duft die zartesten Erinnerungen verbunden sind. Und einer der erlesensten Blütendüfte — der Duft einer eher unscheinbaren Blume. Und dieses Wunder heißt — Nachtviole Mattiolla. Für mich ist der Duft von Mattiolla meine Jugend. Damals pflanzte Mama Mattiolla auf dem Balkon und ihr zarter Duft schwebte über unserem Hof, wo wir bis spät in die Nacht saßen. Weiße Nächte, Sommer, Freunde…

Warum diese Blume Nachtviole genannt wird, ist verständlich. Ihre schlichten, unscheinbaren Blüten öffnen sich am Abend und hüllen alles um sich herum in einen zarten, bezaubernden Duft. Warum gerade Veilchen? Das scheint unklar, wahrscheinlich wegen des gleichen Charmes, der auch Veilchen eigen ist.

Mattiolla Dvuurogaja, so heißt die Nachtviole richtig, gehört zur Familie der Kreuzblütler. Ja, sie ist mit dem Ackersenf verwandt — ebenso anspruchslos, ebenso gelassen. Mattiolla wird nicht für Sträuße gepflückt. Doch derjenige, der den Zauber der Blumen schätzt, wird damit unbedingt seinen Garten oder Balkon schmücken.

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Die Nachtviole wird direkt ins Freiland gesät, Ende April bis Mai. Sie ist sehr, sagen wir mal, frühreif, ihr Entwicklungszyklus vom Samen bis zur Blüte beträgt nur 60 Tage. Deshalb kann man Mattiolla alle 15 Tage mehrmals aussäen. Dann wird der wunderbare, romantische, erlesene Duft der Nachtviole Sie den ganzen Sommer über bezaubern.

Mattiolla Dvuurogaja ist anspruchslos, aber dennoch ist es vorzuziehen, sie an einem sonnigen oder leicht schattigen Standort zu ziehen. Auch an den Bodentyp stellt sie keine besonderen Ansprüche. Wenn der Boden leicht und nährstoffreich ist, kann man Mattiolla im Winter aussäen; sie geht bei warmem Wetter leicht auf.

Viel Erfolg!

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