Auf sonnigen Standorten pflanzen Gärtner häufig die Löffelblatt-Glockenblume. Mit ihr lassen sich Beeteinfassungen, Wege und Blumenbeete schmücken. Ein großer Vorteil dieser Pflanze ist, dass sie den ganzen Sommer über blüht und somit über einen langen Zeitraum einen märchenhaften Anblick bietet. Mit ihr können Steingärten und andere Bereiche des Gartengrundstücks ergänzt werden. Was sind die Besonderheiten der Blume? Wie wird sie angebaut?
Inhaltsverzeichnis:
Beschreibung der Art
Alle Glockenblumen gehören zur Gattung «Glockenblume». Ihre Familie sind die Glockenblumengewächse. Es handelt sich um eine zweijährige Pflanze, die Frost gut verträgt. Die Stängel sind aufrecht. Besonders geschätzt wird die Löffelblatt-Glockenblume wegen ihrer Blüte.
Seine Blüten sind von erstaunlicher Schönheit und sammeln sich in Blütenständen. Seit jeher lieben die Menschen die Glockenblume, daher gaben sie ihr diesen zarten Namen. In anderen Gegenden wird sie anders genannt, zum Beispiel Glöckchen, Blauglöckchen.
Welche Vorteile und Besonderheiten hat die Löffelblatt-Glockenblume?
Die Löffelblatt-Glockenblume hat ein elegantes Aussehen. Die Pflanze wird nicht groß. Sie wird bis zu 13 cm hoch. Die Blüten sind ebenfalls winzig, weiß oder himmelblau gefärbt. Ihr Durchmesser beträgt bis zu 10 mm. In der Natur kommt diese Blume in den Gebirgsregionen Europas vor. Die Stängel sind fadenförmig. Sie bildet einen ganzen Teppich. Das Laub ist nicht besonders groß, es ist hellgrün gefärbt.
Die Blütezeit erstreckt sich über den gesamten Sommer. Diese Pflanze kann sich selbst aussäen. Bis zum späten Herbst bleibt die Glockenblume dekorativ und schmückt das Gartengrundstück. Es ist jedoch zu bedenken, dass sie sich gut ausbreiten und andere schwache Pflanzen verdrängen kann.
Besonderheiten des Anbaus
Diese Pflanze benötigt keine besondere Pflege. Allerdings sollte der Boden durchlässig und schwach alkalisch sein. Die Glockenblume reagiert empfindlich auf Staunässe, daher legen erfahrene Gärtner Entwässerungsgräben an. Man sollte die Pflanze nicht an Standorten anbauen, die im Frühjahr von Regen überflutet werden.
Es empfiehlt sich, folgende Pflanz- und Pflegeregeln zu beachten:
- Der Boden wird bis zu einer Tiefe von 40 cm umgegraben. Unkraut muss sorgfältig entfernt werden.
- Wenn der Boden Lehm enthält, sollte man Sand oder Torf einarbeiten. Dadurch entsteht ein ausreichend nährstoffreicher Boden, der nicht gedüngt werden muss.
- In sandige Böden wird empfohlen, Rasenerde und Humus zuzugeben.
- Man sollte keinen frischen Mist oder Torf in den Boden einbringen, da diese Pilze enthalten können.
- Die Löffelblatt-Glockenblume gedeiht ausgezeichnet auf sauren Böden.
- Im Frühjahr wird empfohlen, dem Boden Stickstoffdünger beizufügen. Außerdem sollte man Asche und Mist in der Nähe der Sträucher ausstreuen.
- Wenn sich die Knospen zu bilden beginnen, sollte man eine mineralische Mischung in die Erde geben.
- Bevor die Pflanze blüht, muss der Boden gejätet und gelockert werden.
- Oft müssen Glockenblumen nicht gegossen werden. Wenn der Sommer sehr heiß ist, sollte man mäßig gießen.
- Damit die Blüte länger anhält, empfehlen erfahrene Gärtner, die verwelkten oder vertrockneten Blüten rechtzeitig zu entfernen.
- Um Samen zu sammeln, lässt man die Triebe mit den Kapseln stehen. Man sollte sie rechtzeitig abschneiden. Dies tut man, wenn die Kapseln eine braune Farbe annehmen. Später könnten sie platzen.
- Ende September müssen alle Stängel nahe der Wurzel abgeschnitten werden.
Die Umpflanzung erfolgt im Herbst oder Frühjahr. Die Löffelblättrige Glockenblume hat ein schwaches Wurzelsystem, daher wird empfohlen, sie im Mai umzupflanzen, wenn der Boden gut erwärmt ist. Die Herbstverpflanzung erfolgt im frühen Herbst. Die Pflanze muss noch vor dem ersten Frost angewurzelt sein.
Übrigens gibt es auch Glockenblumenarten, die während der gesamten Vegetationsperiode, sogar während der Blütezeit, umgepflanzt werden dürfen.
Wenn die Pflanze ausgegraben wird, muss ein Erdballen mitgenommen werden. Am neuen Standort wird ein Pflanzloch gemacht, das vor und nach dem Umpflanzen gewässert wird. Die Vermehrung der Glockenblume erfolgt durch Samen, Wurzelstücke, Teilung des Busches oder Stecklinge. Jeder Gärtner wählt selbst die geeignete Methode. Diese Pflanze leidet selten unter Krankheiten. Wenn man sie jedoch am selben Standort anbaut, sammeln sich im Boden Mikroorganismen an, die der Glockenblume schaden können, sodass sie absterben kann.

Um die Pflanze vor Pilzkrankheiten zu schützen, muss sie im Frühjahr und Herbst mit einer Fundazol-Lösung behandelt werden. Wenn über einen längeren Zeitraum feuchtes Wetter herrscht, können die Glockenblumen von Nacktschnecken befallen werden. Um diese zu beseitigen, wird empfohlen, Superphosphat zu verwenden.
Nutzen und Verwendung in der Küche und Volksmedizin
In den Blütenständen der Glockenblumen befinden sich Pollen und Nektar. Daher sind sie ausgezeichnete Honigpflanzen. Solche Pflanzen werden oft in der Nähe von Bienenstöcken gepflanzt. Außerdem findet sie Verwendung in der Küche. Viele Menschen sammeln die Blätter der Glockenblume und geben sie in Frühlingssalate.
Die Pflanze enthält biologisch aktive Substanzen. Daher wird sie zur Herstellung von Präparaten verwendet. Sie wirken beruhigend und lindern Husten. Aus dieser Pflanze werden Abkochungen zubereitet. Sie haben heilende Eigenschaften und werden bei Halsentzündungen eingesetzt. Auch werden Tinkturen aus Glockenblumen hergestellt. Diese werden dann als Kompressen verwendet, die bei Rheuma helfen. Solche Tinkturen können bei frischen Wunden helfen.
Die Löffelblättrige Glockenblume ist also eine schöne Pflanze, mit der man sein Gartengrundstück verschönern kann. Außerdem kann man sie, wenn man die Rezepte der Volksmedizin kennt, zur Behandlung einiger Leiden einsetzen.
Video über den Anbau von Glockenblumen: