Gefährliche Zusätze. 7 Abfälle, die Sie nicht in den Kompost geben sollten.

Im Komposthaufen sollte sich nur das zersetzen, was wirklich zu fruchtbarer organischer Substanz werden kann. Allerdings eignen sich nicht alle Abfälle dafür. Viele Gärtner werfen aus Gewohnheit alles Mögliche hinein und wundern sich dann, dass der Dünger nicht nur nutzlos ist, sondern den Pflanzen sogar schadet. Was man nicht in den Kompost geben sollte, klären wir gemeinsam mit Hobbygärtnerin Larissa Mikallef.

  1. In erster Linie dürfen kranke Pflanzen und das Kraut von Nachtschattengewächsen — Tomaten und Kartoffeln — keinesfalls in den Kompost. Selbst wenn die Blätter und Stängel gesund erscheinen, können sich darin Pilzsporen verbergen, zum Beispiel von der Kraut- und Knollenfäule, die den Winter leicht überstehen und im Frühjahr die Kulturen erneut befallen.
  2. Auch vergilbtes, helles Kraut sollte man nicht hineingeben: Es hat kaum Nährwert, dafür steigt das Risiko von Schimmelbildung.
  3. Auch harte Materialien sind gefährlich. Steine, Ziegel, Stahlbeton, Metall, Glas und Plastikmüll verrotten nicht, sondern verschmutzen nur den Boden.
  4. Auch Äste von Bäumen und Sträuchern sind unerwünscht: Große Zweige brauchen zu lange zum Verrotten und behindern die Bildung eines gleichmäßigen Komposts. Wenn man sie zu Hackschnitzeln oder Sägemehl zerkleinert, sind sie eine gute Zugabe, in ihrer ursprünglichen Form verlangsamen sie den Prozess jedoch nur.
  5. Auch Küchenabfälle erfordern Vorsicht. Fleisch, Knochen, Milchprodukte und Fette verrotten nicht vollständig, verbreiten einen unangenehmen Geruch und locken Nagetiere an.
  6.  Aus demselben Grund sollte man Schalen von Zitrusfrüchten, Bananen und Wassermelonen meiden, die oft mit Chemikalien behandelt sind.
  7. Auch faule Früchte sollte man nicht hinzufügen: Mit ihnen gelangen Krankheitserreger in den Haufen.
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Es gibt auch ganz unerwartete Verbote

Nadeln von Nadelbäumen mit hohem Harzgehalt werden nicht in den Kompost gegeben, da sie sich langsam zersetzen und den fertigen Dünger verderben können. Schließlich können giftige Pflanzen wie Bilsenkraut, Rizinus oder Maiglöckchen die Arbeit der Mikroorganismen beeinträchtigen, ohne die sich kein Kompost bildet.

Im Grunde ist die Hauptregel einfach: In den Kompost kommt nur reine pflanzliche organische Substanz, ohne Spuren von Krankheiten, Chemikalien oder Giftstoffen. Alles andere sollte man getrennt entsorgen, kranke Pflanzen und befallenes Kraut — verbrennen. Dann entsteht ein wirklich nützlicher Dünger, der der Ernte hilft und ihr nicht schadet.

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