Warum sollte man die Knolle ergrünen lassen?

In den meisten Empfehlungen zur Vorbereitung von Saatkartoffeln wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, sie zu vergrünen. Kann man diese Prozedur irgendwie überspringen?

– Die Begrünung, oder Solanisation, der Knollen vor dem Pflanzen ist tatsächlich keineswegs nutzlos, – erzählt der Agronom. – Der Sinn der Solanisation ist es, die Produktion von Solanin zu stimulieren. Dieses Alkaloid, schädlich für den Menschen, ist nützlich für die Knolle. Es verleiht der Schale Eigenschaften, die beim Einbringen in den Boden und beim Fortleben darin notwendig sind, insbesondere erhöht es die Immunität gegen Krankheiten. Und vor allem – Solanin, da es ein Gift ist, macht die Knolle für eine gewisse Zeit unverwundbar für Schädlinge. Es wird sowohl Drahtwurm als auch Maulwurfsgrille und andere Insekten abwehren. Seine Wirkung ist kurz, dafür aber maximal in der ersten Phase, was äußerst wichtig ist. Die Solanisation erfordert keine Mühe. Es reicht, die Knollen ein paar Tage in der Sonne zu halten, bei Abwe­senheit von Regen.

Siehe auch:
Agronom Ganitschkina erzählte, wie man das Blumenbeet auf der Datscha auf Frost vorbereitet

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