Die Prunkwinde ist eine erlesene Pflanze, ihre Blüten sind erstaunlich zart und schön. In den meisten Fällen wird die Prunkwinde im Freiland angebaut. Da die Pflanze gerne rankt, indem sie sich an Pavillonwänden oder einfach an Zäunen festhält, wird sie an Orten gepflanzt, an denen sie leicht eine Stütze zum Wachsen findet.
Die Prunkwinde gefällt mir sehr gut, eine schöne Blume, und sie erfordert zudem keine besonderen Bedingungen für den Anbau. Das Einzige, was sie nicht mag, ist, den ganzen Tag unter den sengenden Strahlen der Sommersonne zu stehen. Die Pflanze bevorzugt Halbschatten.
Einmal habe ich versucht, die Prunkwinde in der Wohnung anzubauen. Ich nahm gewöhnliche Samen, dieselben, die ich auch draußen aussäe. Die Erde kaufte ich im Laden, ich sorgte für eine gute Drainage. Die Samen säte ich einzeln in Töpfchen aus, die kleinen Pflanzen blieben eine Weile in der Wohnung. Ich zögerte lange, ob die Prunkwinde auf dem Balkon wachsen würde, dann wagte ich es schließlich und stellte sie hinaus, als es draußen schon richtig warm war.
Der Balkon in unserer Wohnung ist sehr günstig für die Blumenaufzucht gelegen — auf der Ostseite, die Sonne scheint nur morgens bis etwa 11 Uhr. Um der Pflanze eine Stütze zu bieten, verwendete ich ein Netz, das die Pflanze beim Wachsen sehr schön umrankte.
Für ein aktiveres Wachstum erfolgte die Bewässerung der Pflanze alle zehn Tage unter Zugabe von Salpeter (im Verhältnis 1 Teelöffel auf 3 Liter Wasser). Als ich bemerkte, dass Knospen erschienen, wechselte ich zur Düngung mit einem NPK-Komplexdünger.
Meine Prunkwinde auf dem Balkon blühte wunderschön, die Blüte hielt bis zum Frost an. Schade, dass die Pflanze einjährig ist, obwohl ich in Kommentaren in Foren gelesen habe, dass die Prunkwinde in der Wohnung auch im Winter einfach weiterwächst.
Meine Erfahrung mit dem Anbau der Prunkwinde in der Wohnung im Winter war jedoch ein Misserfolg — höchstwahrscheinlich litt die Pflanze unter Lichtmangel.