Üppige Blüte in reicher Farbpalette — von reinweiß bis zu flieder-vergissmeinnicht Tönen — das ist es, was Gärtner von der Hortensie erwarten. Und sie nehmen ganz logisch an, dass diese Üppigkeit direkt davon abhängt, wie die Hortensie ernährt wird. Welches Menü sollte man für sie wählen, um solche Erwartungen zu erfüllen? Wir klären das mit einem Experten.
Antwortet die Agronomin Jelena Gorbunowa:
— Für die Hortensie sind nicht nur die Düngungen an sich wichtig. Entscheidend ist der ursprüngliche Boden, in dem der Strauch wächst. Und hier darf es keine Fehler geben, sonst sind alle späteren Bemühungen praktisch vergeblich. Die Hortensie gehört zu den Pflanzen, die dankbar auf eine angemessene Menge Kompost und Humus im Boden reagieren. Je mehr — desto besser. Und wenn auf Ihrem Grundstück lehmiger, schwerer Boden vorherrscht, dann — je mehr organische Substanz — desto besser. Daher sollten Sie im Frühling als Hauptdüngung — und auch jetzt — diesen beiden Komponenten zu den Hortensien hinzufügen, indem Sie die Erde gut umgraben, aber natürlich vorsichtig, ohne die Wurzeln zu verletzen. Nehmen Sie Kompost und Humus zu gleichen Teilen, und wenn Sie sehen, dass der Boden doch zu hart ist, können Sie auch Sand hinzufügen, damit er «locker» wird.
Die Hortensie auf fruchtbarem Boden reagiert auf Düngungen mit Aufgüssen von Kuhmist und Hühnermist. Für eine ausgewachsene Pflanze können Sie 5 Liter Kuhmist (im Verhältnis 1:10 verdünnt) oder 1:14 verdünnten Hühnermist verwenden. Auf junge Hortensien müssen Sie nicht so viel gießen — 1-2 Liter Aufguss reichen. Es wurde beobachtet, dass die Baumhortensie besser auf Kuhmist reagiert, während die Großblütige Hortensie besser auf Hühnermist reagiert.
Sehr effektiv für die Blüte wirkt eine Düngung der Hortensie mit Zitronensäure oder Apfelessig. Auf 10 Liter Wasser nehmen Sie entweder 100 g Essig oder 2 Esslöffel Säurepulver. Die Empfehlung, die manchmal zu finden ist, die Hortensie mit Kefir zu düngen (leicht sauer und für Menschen ungenießbar), wird jedoch stark angezweifelt. Er schadet zwar nicht, bringt aber auch keinen sichtbaren Effekt.