Gurken sind recht anfällig für viele gefährliche Krankheiten, und zwar sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland. Aber es leiden nicht nur die Blätter, sondern auch die gesamte Pflanze. Auf den Blättern zeigen sich jedoch Symptome, anhand derer man die Krankheit erkennen und entsprechend eine Behandlungsmethode wählen kann. Wie kann ein Gärtner, selbst ein unerfahrener, dies tun? Wir klären es mit einem Experten.
Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:
— Ich werde die am häufigsten vorkommenden Gurkenkrankheiten auflisten, deren Symptome sich in erster Linie an den Blättern zeigen.
Kleine, erhabene bräunliche Flecken an den Rändern und in der Mitte (wobei der Stiel sauber ist) weisen auf die Krankheit Trockenfleckenkrankheit — Alternariose hin. Am häufigsten werden davon Gewächshaussorten und -hybride befallen, und zwar diejenigen Pflanzen, die in der Nähe der Eingänge wachsen, da Alternariose durch Temperaturschwankungen entstehen kann. Behandelt wird sie in der Regel durch Besprühen mit zweiprozentiger Kupfersulfatlösung oder Fungiziden wie Consento, Abigi-Pik, Trichozin. Die Pflanzenbehandlungen sollten alle zwei Wochen durchgeführt werden, bis die Flecken verschwinden.
Ein weißer Belag auf der Außen- und Innenseite des Blattes — das bedeutet, dass Mehltau aufgetreten ist. Wenn Sie ihn früh entdecken — versuchen Sie, die Pflanzen mit normalem Natron zu behandeln (auf 10 l Wasser — 100 g Natron), das hilft in der Regel. In fortgeschrittenen Stadien ist es besser, Alirin-B, Sporobacterin oder Phytosporin-M anzuwenden.
Rostfarbene große Flecken mit Löchern — das ist Kupferbrand oder Anthraknose. Er befällt sowohl Stängel als auch Früchte. Gute Behandlungserfolge zeigen Besprühungen mit einprozentiger Bordeauxbrühe oder Kupferoxychlorid, aber hier muss eine geringere Konzentration verwendet werden — nicht mehr als 0,4 Prozent (Chlor ist nicht das pflanzenfreundlichste Element). Man kann die Präparate Abiga-Pik, Oxyhom, Skor ausprobieren. Ein Ergebnis ist in der Regel vorhanden, aber nicht hundertprozentig. Die Hauptsache hier ist, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus oder Frühbeet zu senken, manchmal reicht das völlig aus, damit die Krankheit zurückgeht.
Grau-weiße Flecken an den Blatträndern und gleichzeitig braune Flecken an den Stängeln — deutliche Anzeichen für Schwarzstängelfäule oder Ascochyta-Krankheit. Am häufigsten werden davon Gewächshausgurken befallen. Behandlung: alle 7-10 Tage mit einprozentiger Bordeauxbrühe unter Zusatz von (nicht mehr als 10 g auf 10 l Wasser) Harnstoff besprühen.
Kleine dunkelbraune, fast schwarze Flecken auf der gesamten Blattspreite und grauer Belag an den Stängeln — das ist Olivenfleckenkrankheit, auch Cladosporiose genannt. Sie wird wiederum mit einprozentiger Bordeauxbrühe behandelt — einmal alle 10 Tage besprühen.