Wann ist überschüssiger Schnee schädlich für den Gemüsegarten?

Die Fülle an Schnee, der in diesem Dezember auf unsere Datschen gefallen ist, scheint nur lauter Vorteile mit sich zu bringen. Denn die dicke Schneeschicht dient als Garant für eine gute Ernte. Das ist praktisch ein Axiom. Allerdings, wie sich herausstellt, kann es auch von dieser Regel Ausnahmen geben. Welche denn?

Der Agronom antwortet:

— Wenn man dieses Thema auf Dezember-Januar bezieht, existiert für die meisten im Boden überwinternden Gemüsekulturen der Begriff «Schneeüberschuss» nicht. Die für eine komfortable Überwinterung notwendigen 60-80 Zentimeter Schneeschicht — wunderbar. Ist mehr gefallen? Auch nicht schlecht. Gab es Tauwetter — kein Problem: man kann entweder die Beete mit der überwinternden Karotte leicht auflockern oder Granulat von Ammoniumnitrat ausstreuen, das durch das Schmelzen des Schnees die notwendigen Belüftungsschlitze schafft.

Die einzige Ausnahme ist wohl die Erdbeere. Für sie ist eine Schneeschicht von über 80 Zentimetern tatsächlich nicht sehr geeignet, und bei starkem Schneefall sollte man die Schichthöhe über dem Erdbeerbeet im Auge behalten. Der Grund ist, dass die Erdbeere bei viel Schnee bei Minustemperaturen draußen leicht faulen kann – eine solche Neigung hat sie nun einmal. Und selbst leichte Fäulnis kann zur Bildung von Schimmelherden führen (er wird Schneeschimmel genannt), was im Frühjahr eine Ausbreitung auf die gesamte Plantage zur Folge haben kann. Das wiederum ist eine reale Gefahr eines sofortigen Austauschs aller Pflanzen und eines Ertragsverlusts.

Siehe auch:
Weg mit den Krankheiten. Wie man Bäume richtig anhäufelt und womit man sie desinfiziert

Eine kleine Anmerkung zur Empfehlung, Ammoniumnitrat auf den Schnee zu streuen. Beachten Sie unbedingt, dass dies für die Beete, die Sie im Herbst mit Stickstoffdünger oder Mist oder Vogelkot gedüngt haben, kontraindiziert ist. Schnee enthält selbst Stickstoffverbindungen: in 1 Kilogramm Schnee etwa 7-8 Milligramm. Somit können Sie den Boden leicht überdüngen, und das ist schlecht.

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