Beim Jäten der Beete – auf der Intensivstation gelandet. Wie schützt man den Garten vor Schlangen?

Der warme Mai hat die Aktivität der Schlangen begünstigt. Auf der Suche nach einem Partner kommen die Kriechtiere immer häufiger zu den Menschen und werden zu ungebetenen Gästen auf dem Gartengrundstück. Über Maßnahmen zur Vorbeugung der unangenehmen Nachbarschaft berichtete der Biologe Dmitri Safonow.

Ein Knäuel statt Beete

Die ersten Fälle von Schlangenbissen wurden in der Region Moskau und den angrenzenden Regionen Russlands registriert. Die Kriechtiere kommen immer häufiger zu den Menschen und sind auf Gartengrundstücken anzutreffen. Laut dem Biologen ist die im Mai begonnene Paarungszeit schuld daran.

«Der warme Mai hat Kreuzottern, Ringelnattern und andere Schlangen der Mittelzone etwas früher als üblich geweckt. Derzeit ist die Paarungszeit in vollem Gange, daher fallen die Reptilien den Menschen immer häufiger auf und dringen in Gartengrundstücke ein. Sie suchen aktiv nach einem Partner», — kommentiert der Experte.

Bei der Partnersuche verlassen die Schlangen die Wälder und bewegen sich über Gartengrundstücke. Am häufigsten sind sie in Kompost, unter Brettern oder in faulendem Gras anzutreffen, das nach dem Mähen nicht rechtzeitig entfernt wurde.

«Die gefährlichsten Stellen auf dem Gartengrundstück — sind hohes, ungemähtes Gras, Komposthaufen oder Holzstapel», — erklärte der Biologe.

Wenn die kriechenden Gäste jedoch häufiger zu Ihrem Kompost kommen — ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich dort bereits ein Schlangennest gebildet hat.

Präventionsmaßnahmen

Zu den wirksamen Methoden zur Beseitigung ungebetener Gäste — gehört die Reinigung. Der Experte warnt, dass, wenn auf Ihrem Grundstück häufig Schlangen eindringen, nichts von dem oben Genannten darauf vorhanden sein sollte.

«All diese Orte, die ich genannt habe, werden nicht nur von Kreuzottern, sondern auch von Ringelnattern und Schlingnattern geliebt», — ergänzt der Biologe Dmitri Safonow.

Darüber hinaus wirken während der Aktivitätsperiode der Schlangen Vibrationsvertreiber gut gegen sie. Sie sind für Menschen und Haustiere unbedenklich. Naphthalinkugeln oder andere stark riechende Mittel dürfen nur an schwer zugänglichen Stellen verwendet werden, da sie oft giftig sind. Zu den Pflanzen, die zur Schlangenabwehr nützlich sind, — gehören Zwiebeln, Knoblauch, Wermut, Lavendel oder Rosmarin. Sie haben jedoch eher präventiven Charakter und dienen nicht der Behandlung eines bereits bestehenden Problems.

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Keine eigenmächtigen Maßnahmen

Der Experte warnt, dass die Ringelnatter, die Schlingnatter und die Kreuzotter im Roten Buch der Region Moskau stehen, daher ist es verboten, sie eigenständig zu beseitigen.

«Wenn sich auf Ihrem Grundstück Schlangen angesiedelt haben — rufen Sie den Fangdienst. Die Mitarbeiter fangen die Reptilien und bringen sie zurück in den Wald», — sagt der Experte.

Es ist jedoch strengstens verboten, Schlangen mit den Händen zu fangen — man weiß nicht, ob eine Ringelnatter oder eine Kreuzotter Ihr Gegner sein wird. Außer ihnen bewohnt die Kupferotter die Wälder der Region Moskau. Entgegen der Annahme über ihre Giftigkeit befinden sich die gefährlichen Drüsen weit hinten im Maul der Schlange und die Konzentration des Giftes ist minimal. Die Kupferotter kann keinen Menschen töten, aber mit ihr zu spielen ist definitiv nicht nötig.

Was tun, wenn Sie gebissen wurden?

Wenn die Begegnung mit einer Schlange in einem Biss endet — begeben Sie sich sofort ins Krankenhaus. Für die meisten Menschen stellt selbst eine Kreuzotter keine tödliche Gefahr dar, aber es gibt Ausnahmen. Zur Risikogruppe können Kinder gehören, für die die Giftkonzentration extrem hoch ist, oder Allergiker. Trotz des Stresses versuchen Sie nach dem Biss, Ruhe zu bewahren, und lassen Sie das Reptil wegkriechen. Lautes Schreien oder plötzliche Bewegungen können die Schlange zu einem erneuten Angriff provozieren.

Auf dem Höhepunkt der Schlangenaktivität ist es wichtig, einen Dresscode einzuhalten. Die Reptilien der Region Moskau können dichten Jeansstoff oder dicke Gummistiefel nicht durchbeißen. Wenn Sie einer Schlange im Stehen begegnen, reicht sie nicht höher als bis zum Knie eines Erwachsenen, daher sollte der Wadenbereich bei Waldspaziergängen besonders geschützt sein.

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