Obwohl diese Beeren normalerweise durch Ausläufer vermehrt werden, können Sie Erdbeeren aus Samen ziehen. Wir erklären Ihnen, wie das geht. Bei Vorhandensein von Zusatzlicht für die Sämlinge erfolgt die Aussaat von Januar bis März.
Falls keine künstliche Zusatzbeleuchtung vorhanden ist, können Sie sich Zeit lassen und die Aussaat im April vornehmen, wenn es reichlich Licht gibt. Wenn Sie sich beeilen, werden die Sämlinge vergeilen und sich schlecht entwickeln.
Die Aussaat von Erdbeersamen kann auch im Sommer direkt ins Freiland erfolgen. In diesem Fall beginnt bereits im nächsten Jahr die Fruchtbildung.
Flache Schalen (bis 10 cm) mit Drainage werden für die Aussaat von Erdbeersamen zur Anzucht verwendet. Sie werden mit einem Substrat gefüllt, das aus leichter Erde und Sand (1,5:1) besteht. Zur Befeuchtung des Substrats wird warmes Wasser verwendet.
Beachten Sie, dass die Samen der Erdbeere recht klein sind. Bei der Aussaat werden sie leicht in die feuchte Erde gedrückt oder leicht mit gesiebtem Substrat bestreut. Die Schale mit den Aussaaten wird mit Glas oder Folie abgedeckt. Es ist notwendig, regelmäßig das entstehende Kondenswasser abzuschütteln, die Aussaaten zu lüften und anschließend die austrocknende Erde mit einer Sprühflasche zu besprühen.
Bis die ersten Keimlinge erscheinen, kann die Schale im Dunkeln aufbewahrt werden. Etwa 18 Grad ist die empfohlene Temperatur für die Keimung der Samen. Wenn die Samen stratifiziert wurden, erhöht sich die Keimfähigkeit um 8-10 Tage bei einer Temperatur von 4-7 Grad Celsius.
Die ungleichmäßige Keimung ist ein charakteristisches Merkmal beim Ziehen von Erdbeeren aus Samen. Die ersten Keimlinge erscheinen bereits nach zwei Wochen. Was die Massenkeimung betrifft, so erscheinen sie nach 3-4 Wochen. Sobald die Keimlinge erscheinen, wird die Folie von der Schale entfernt. Die Keimlinge werden an einen sehr hellen und kühlen Ort gestellt (15-17 Grad). Der wichtigste Punkt ist die vorsichtige Befeuchtung der Erde zwischen den zarten Erdbeerkeimlingen. Diese dürfen nicht austrocknen. Aber es sollte auch keine übermäßige Feuchtigkeit geben. Dies kann zum Absterben der Keimlinge führen.
Wenn die Keimlinge zu dicht stehen, müssen Sie sie ausdünnen, da sonst ihre Entwicklung verlangsamt wird. In leichte, nährstoffreiche Erde werden die Erdbeersämlinge vorsichtig pikiert. Aber erst, nachdem sie 2-3 echte Blätter entwickelt haben. Ein wichtiger Punkt beim Pikieren ist das Einpflanzen der Sämlinge in der gleichen Tiefe, in der sie zuvor gewachsen sind.
Man kann die Sämlinge abhärten, nachdem sie nach dem Pikieren zu wachsen begonnen haben. Das Abhärten besteht darin, die Setzlinge allmählich an frische Luft und Sonne zu gewöhnen. Die kräftigen Pflanzen werden nach dem Abhärten und nach den Frühlingsfrösten ins Freiland gepflanzt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Erdbeeren mindestens sechs echte Blätter. Die Sorteneigenschaften beeinflussen den Abstand zwischen den Erdbeerpflanzen. Üblicherweise beträgt er 30 cm voneinander.
Im Garten wählt man für Erdbeeren den sonnigsten Platz. Vorzugsweise wird fruchtbarer Boden verwendet, jedoch ohne Stickstoffüberschuss. Andernfalls entwickeln die Erdbeeren eine üppige Blattkrone, während die Anzahl der Beeren minimal ist. Bei fehlendem Regen müssen die Erdbeerpflanzen regelmäßig gepflegt werden, insbesondere während der Bewurzelung nach dem Umpflanzen.
Bereits 4-5 Monate nach der Aussaat kann man die erste Ernte erwarten. Das Ausbreiten der Erdbeerpflanzen erfolgt normalerweise nach 2-3 Jahren. Danach wuchern sie stark. In diesem Fall werden sie zur Verjüngung ausgegraben, dann geteilt. Anschließend werden sie an einen neuen Standort umgepflanzt.