Was kann man bereits im Dezember für die Anzucht aussäen?

Formell gelten Dezember und Januar als die «toten» Datscha-Monate, eine Zeit der Verschnaufpause und Planung. Das stimmt jedoch nicht ganz. Selbst die Aussaatperiode muss nicht pausieren. Experten empfehlen, sich im Dezember mit der Aussaat von Pflanzen zu befassen, die langsamer wachsen als andere, genauer gesagt solche, deren Zeitraum von der Aussaat bis zum Beginn der Blüte und Fruchtbildung 150–230 Tage beträgt. Von wem ist die Rede?

Antwortet Landschaftsarchitektin Olga Woronowa:

— Dezembersaaten für die Aussaat und das spätere Auspflanzen ins Freiland betreffen hauptsächlich Blumen und einige Ziersträucher. Von den einjährigen und zweijährigen Pflanzen ist es im Dezember sinnvoll, Eustoma, Petunie, Viola («Stiefmütterchen»), Verbene, Salbei, Lobelie zu säen. Von den mehrjährigen Pflanzen sät man im Dezember Astilbe, Hosta, Begonie, Lavendel, Pelargonie, Enzian, Rittersporn, Primel, Gaillardie, Karpaten-Glockenblume, Chabaud-Nelke. Ich betone, dass Sie in diesem Fall garantiert eine lange Blüte sehen, und die mehrjährigen Pflanzen rechtzeitig und ordentlich anwachsen werden.

Siehe auch:
Wie gelingt die Aussaat? Infografik

Allerdings möchte ich Folgendes warnen. Bevor Sie sich an die Dezemberaussaaten wagen, ist es äußerst wichtig, einige Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Anbau der genannten Pflanzen abzuschätzen. Die Sache ist die, dass alle diese Pflanzen äußerst anspruchsvoll in Bezug auf zwei Faktoren sind: das Fehlen von Temperaturschwankungen und die Beleuchtung, wobei die Lichtmenge entscheidend ist. Entscheiden Sie daher sofort, ob Sie in der Lage sind (auch finanziell), die erforderliche Lichtverhältnisse aufrechtzuerhalten und ob Sie die entsprechende Ausrüstung in Form von Pflanzenlampen haben. Wenn das in Ordnung ist, können Sie sich an die Aussaat machen, wenn nicht, ist es besser, keine Zeit und Mühe zu verschwenden.

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