Die Schabo-Nelke auf dem Foto gehört zur Familie der Nelkengewächse. Sie wurde nach dem Franzosen Schabo benannt, der diese Sorte im Jahr 1894 erhielt. Die Pflanze ist mehrjährig, wird jedoch als einjährig kultiviert.
Diese Nelkenart zeichnet sich durch einen kompakten Busch aus, der blaugrüne, mit Wachs überzogene Stängel, schmallineale Blätter und große, gefüllte Blüten mit einem angenehmen Duft hat.
Die Schabo-Nelke auf dem Foto hat eine sehr vielfältige Blütenfarbe: weiß, cremefarben, gelb, rosa, rot.
Vermehrung der Nelke erfolgt durch Samen, die in den letzten Wintermonaten im Gewächshaus ausgesät werden. Die Sämlinge werden erstmals in Aussaatschalen pikiert, dann in Nährstofftöpfe oder Frühbeete. Die Nelke blüht 6 Monate nach der Aussaat.
Die Nelkensetzlinge werden ausgepflanzt in die Blumenbeete Anfang des kalendarischen Sommers. Um kompaktere Büsche zu formen, werden die Spitzen regelmäßig pinziert.
Die Schabo-Nelke blüht ab der zweiten Julihälfte bis zum Frost. Zur Verlängerung der Blütezeit werden die Pflanzen zunächst in Töpfe gesetzt, die ins Gewächshaus gestellt werden, und dann sofort zusammen mit dem Erdballen ins Freiland umgepflanzt.
Bei der Vermehrung durch Samen wachsen bei einem Teil der Pflanzen ungefüllte Blüten, daher werden die wertvollsten durch Stecklinge vermehrt.
Für die Samenreife ist eine lange Periode sonnigen Wetters nötig, da die Kelche durch Regen aufplatzen. Die Samen reifen eineinhalb bis zwei Monate nach Blühbeginn der Pflanze, reife Samen — fallen auf die Erde.
Die Nelke gedeiht hervorragend auf tiefgründigen, fruchtbaren, durchlässigen und kalkhaltigen Böden an offenen Standorten. Staunässe verträgt sie nicht.