Ambrosia (von griech. ambrosia — Speise der Götter) — ist kein erlesener Leckerbissen oder Duft von Parfüm, wie man aufgrund des Namens denken könnte, sondern ein Unkraut, das sowohl für den Menschen als auch für die Landwirtschaft ziemlich gefährlich ist.
Wissenschaftliche Klassifikation
Familie: Korbblütler (Asteraceae, Compositae)
Gattung: Ambrosia
Lateinischer Name: Ambrosia
Inhaltsverzeichnis:
Wie sieht Ambrosia aus?
Ambrosia ähnelt auf den ersten Blick dem Gemeinen Beifuß, hat aber einen aufrechteren und verzweigteren Stängel mit einer durchschnittlichen Höhe von 1,8 m, sattgrüne Blätter ohne Behaarung und keinen so starken Geruch.
Ambrosia blüht in Ähren (Trauben), und Beifuß — in Körbchen. Die Blüten des Unkrauts sind männlich und weiblich. Die männlichen — gelb, in Trauben an der Spitze des Triebes, die weiblichen — wenige, verstreut an den Blattbasen.
Laut der Online-Version der «Großen Russischen Enzyklopädie» sind in Russland drei Ambrosia-Arten verbreitet:
- die einjährigen Quarantäneunkräuter Ambrosia beifußblättrig (Ambrosia artemisiifolia) und Ambrosia dreiteilig (Ambrosia trifida)
- das ausdauernde Unkraut Ambrosia kahlrispig (Ambrosia psilostachya).
Warum mögen Landwirte Ambrosia nicht?
Wie jedes Unkraut ist Ambrosia unglaublich ausdauernd und befällt große Flächen (ein Busch kann bis zu 100.000 Samen produzieren, die innerhalb von 40 Jahren keimen können).
Mit seinem ausgeprägten Wurzelsystem pumpt die Pflanze buchstäblich die gesamte Feuchtigkeit und nützliche Spurenelemente aus dem Boden, trocknet den Boden aus und macht ihn für das Wachstum von Nutzpflanzen ungeeignet. Daher ist Ambrosia sowohl für einen gewöhnlichen Hobbygärtner als auch für einen großen Landwirt — ein wahrer Feind. Wo sie wächst, — ist keine Ernte möglich.
«Am häufigsten leiden Getreidearten, Hülsenfrüchte, Buchweizen und Hackfrüchte, insbesondere Sonnenblumen, unter Ambrosia. Bei unzureichender Pflege der Bestände dieser Kulturen überwächst sie diese und unterdrückt sie stark, was zu einem starken Rückgang oder zum vollständigen Verlust der Ernte führt», — teilte die russische Landwirtschaftsaufsichtsbehörde (Rosselchosnadsor) mit.
Zudem enthält Ambrosia bittere Substanzen, die, wenn sie in das Futter von Kühen gelangen, den Geschmack und Geruch von Milchprodukten beeinflussen. Darüber hinaus wird gemäß der einheitlichen Liste der Quarantäneobjekte der Eurasischen Wirtschaftsunion bei Feststellung von Ambrosia in landwirtschaftlichen Erzeugnissen (in Weizenkörnern, Mais, Sonnenblumenkernen und anderen Kulturen) ein Verbot der Ausfuhr über die Region oder sogar das Land hinaus verhängt. Bekanntlich sind die Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion — Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien.
Wie gefährlich ist Ambrosia für den Menschen?
Pollen der blühenden Ambrosia — ein starkes Allergen, das beim Menschen Erstickungsanfälle, Sehprobleme und sogar den Tod verursachen kann.
«Abgesehen vom Quincke-Ödem gibt es noch schlimmere allergische Reaktionen. Das ist der anaphylaktische Schock, bei dem buchstäblich wenige Minuten — und der Mensch verliert einfach das Bewusstsein, beginnt zu ersticken, der Blutdruck fällt und selbst der Rettungsdienst kann es vielleicht nicht mehr schaffen», — erzählte REN TV Lidija Gajewskaja, Mitarbeiterin der Abteilung der Zentralen Staatlichen Medizinischen Akademie beim Präsidenten der RF, Ärztin der höchsten Kategorie.
Abgesehen davon, dass der Wind die Pollen in der Stadt verbreitet, können Hunde sie von der Straße ins Haus bringen. Wenn sie in Gegenden mit blühender Ambrosia im Gras laufen, setzt sich der Pollen im Fell der Tiere ab.
Wann blüht Ambrosia?
Die Pflanze beginnt normalerweise in der zweiten Julihälfte zu blühen. Der Höhepunkt der aktiven Blüte liegt im August und kann bis Mitte September andauern. Etwa zur gleichen Zeit reifen die Samen der Ambrosia und fallen ab.
Wie bekämpft man Ambrosia?
Der beste Weg, sie loszuwerden, — ist sie mitsamt der Wurzel auszureißen. Wenn die Flächen groß sind, muss man sie ständig mähen, ohne dass sie blühen kann. Gemäß dem Bundesgesetz Nr. 206 «Über die Pflanzenquarantäne» vom 21. Juli 2014 liegt die Beseitigung der Ambrosia in der Verantwortung der Personen, auf deren Grundstück das gefährliche Unkraut wächst.
Bei Nichteinhaltung der Bekämpfungsvorschriften für Ambrosia droht ein Bußgeld gemäß Art. 10.1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten der RF «Verstoß gegen die Regeln zur Bekämpfung von Quarantäne-, besonders gefährlichen und gefährlichen Pflanzenschädlingen, Pflanzenkrankheitserregern und Unkrautpflanzen»:
- auf Bürger — von 3 bis 5 €;
- auf Amtsträger — von 5 bis 10 €;
- auf juristische Personen — von 50 bis 100 €.