Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Holz darf nicht im Freien gelagert werden, da es stets trocken bleiben muss. Die aufgereihten Scheite müssen vor Niederschlag geschützt werden, gleichzeitig müssen günstige Bedingungen für die Luftzirkulation geschaffen werden. Zur Erhaltung des Brennholzes errichten die Grundstücksbesitzer selbstgebaute Holzschuppen.

Besonderheiten von Holzschuppen

Scheite zum Anzünden des Kamins oder zum Beheizen der Sauna müssen richtig gelagert werden. Dazu werden spezielle Konstruktionen errichtet, die optisch an einen auf senkrechten Stützen stehenden Vordach erinnern. An solche Bauten werden bestimmte Anforderungen gestellt:

  • Die Größe der Konstruktion wird in Bezug auf die Menge des für den täglichen Bedarf verwendeten Holzes gewählt;
  • Es wird eine natürliche Belüftung zum Trocknen der Holzstücke sichergestellt;
  • Die Scheite werden vor Niederschlag und direkter Sonneneinstrahlung geschützt;
  • Das Bauwerk wird auf einer Anhöhe platziert, um eine mögliche Überflutung zu verhindern;
  • Das Dach des Holzschuppens wird mit einer Neigung gebaut, damit sich auf der Oberfläche kein Wasser ansammelt;
  • Der Boden innerhalb der Konstruktion wird aus Holz gefertigt und dabei einige Zentimeter über dem Boden angehoben;
  • Das Bauwerk wird an dem Grundstücksbereich platziert, wo das Holz am meisten benötigt wird: in der Nähe der Sauna, neben der Sommerküche oder dem Grill.

Natürlich sorgt der Holzschuppen neben der richtigen Lagerung des Holzes auch für ein ästhetisches Erscheinungsbild des Gartengrundstücks. Das Bauwerk sollte stabil und zuverlässig sein und zudem die Landschaft verschönern.

Varianten von Holzschuppen

Die Größe und das Erscheinungsbild der Holzstapel hängen von der Grundstücksfläche, der Menge des eingelagerten Brennstoffs und der Lage auf dem Grundstück ab. Die Konstruktionen werden bedingt in drei Gruppen hinsichtlich ihrer Aufstellung eingeteilt:

Angebaute Holzschuppen. Meistens werden sie an die Außenwand eines bestehenden Gebäudes angebaut. Dies kann ein Schuppen, eine Sommerküche, eine Sauna oder ein anderer Wirtschaftsbau auf dem Grundstück sein. So wird ein schneller Zugang zum Brennholz gewährleistet.

Freistehender Holzschuppen. Solche Konstruktionen bieten mehr Möglichkeiten bei der Wahl des Grundrisses. Ein stationärer Holzstapel kann eine Umzäunung auf drei Seiten haben, wie ein Pavillon mit separatem Eingang aussehen oder die Funktion eines Schuppens erfüllen. Als Begrenzungselemente werden Bretter, Maschendraht, Holzlatten oder ein aus trockenen Ästen geflochtenes Gestell verwendet.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Tragbarer Brennholzständer. Der Holzstapel hat die Form eines Korbes, eines Kastens oder eines Wagens. Die Konstruktion ist mit Rollen zum Bewegen ausgestattet, da das Holz recht schwer sein kann. Als Materialien werden Holz, Metallbleche, trockene Äste und sogar Kunststoff verwendet. Mit solchen Brennholzständern wird das Brennmaterial ins Haus oder in entlegene Ecken des Grundstücks transportiert.

Holzstapel unterscheiden sich nach dem verwendeten Material, wobei in einer Konstruktion leicht mehrere Arten kombiniert werden können. Für den Bau eines Holzständers mit eigenen Händen können Sie Bauabfälle nach der Errichtung eines Hauses oder von Wirtschaftsgebäuden verwenden.

Welcher Ofen am besten in der Sauna installiert wird, erfahren Sie im Artikel 'Besonderheiten bei der Herstellung von Saunaöfen'.

Wie Sie den richtigen Ofen für Ihr Haus auswählen, lesen Sie ausführlich in der Quelle 'Einen Holzofen mit Langzeitbrenndauer für das Haus auswählen'.

Besonderheiten bei der Herstellung von Öfen erfahren Sie im Artikel 'Welche Arten von Öfen für Altöl gibt es: Besonderheiten bei der Herstellung'.

Holz

Das am weitesten verbreitete umweltfreundliche Material. Es lässt sich leicht von Hand bearbeiten, und der Marktpreis ist recht niedrig. Aus Holz werden Holzständer in verschiedenen Größen und Formen gebaut. Sie fügen sich harmonisch in die Landschaft eines Gartengrundstücks ein. Die fertige Konstruktion wird mit Mitteln gegen Pilze und Insekten behandelt, anschließend gestrichen oder lackiert. Das Holzgebäude hat ein ansprechendes Aussehen, erfordert jedoch eine sorgfältige Pflege.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Stein und Ziegel

Ein zuverlässiges, robustes und witterungsbeständiges Material. Aus Stein werden Säulen errichtet, die Außenverkleidung besteht aus Holzlatten oder es wird ein Gitter gespannt. Aus Ziegeln wird eine Mauer mit Öffnungen für den Lufteinlass zu den Holzscheiten gemauert.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Polycarbonat

Ein günstiges, leicht verfügbares Plattenmaterial wird als Dach verwendet. Für Wände wird seine Verwendung nicht empfohlen, da Polycarbonat keine Luft durchlässt. Das Material ist einfach zu montieren und erfordert keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten. Falls nötig, kann das Vordach leicht durch ein neues ersetzt werden.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Metall

Das robuste Material wird nur für den Rahmen des Gebäudes verwendet. Die umschließenden Teile bestehen aus Holzlatten, Geflecht oder Gitter. Die Oberfläche der Metallstützen wird mit speziellen Mitteln gegen Korrosion behandelt. Besonders originell wirken Holzstapel mit geschmiedeten Elementen.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Bau eines Holzständers mit eigenen Händen

Vor dem Bau eines Holzständers wählt man den Standort der Konstruktion und das Baumaterial für die Herstellung der Bauteile. Der gesamte Bauprozess kann unabhängig vom gewählten Bautyp und Grundstück in mehrere Schritte unterteilt werden.

Siehe auch:
Selbst gemachte Skulpturen aus Montageschaum für den Garten

Bauabfolge:

1. In der Vorbereitungsphase wird die Größe des Bauwerks bestimmt und ein grober Plan des Holzstapels gezeichnet. Auf dem Gelände wird eine vorläufige Markierung vorgenommen, die Stelle wird von Pflanzen und deren Wurzeln bis zu einer Tiefe von 15–20 cm befreit. Es wird ein leichtes Gefälle für den Abfluss von Regen- und Schmelzwasser hergestellt.

2. Der nächste Schritt ist die Errichtung des Fundaments. Dazu wird gebrannter Ziegel, Beton oder ein anderes feuchtigkeitsbeständiges Material verwendet. Das Bauwerk kann jedoch auch ohne Fundament auskommen. In diesem Fall wird eine Unterlage aus Sand und Schotter angelegt. Dazu werden mit einem Bohrer Löcher gebohrt, in die das Schüttmaterial gestampft wird.

3. Eine einfache Konstruktion eines Pfeilerfundaments wird aus Ziegeln oder Betonblöcken hergestellt, die mit Zementmörtel verbunden werden. Um die Lebensdauer des Holzschuppens zu verlängern, wird auf das Fundament eine Abdichtung aus Dachpappe, Pappe oder anderen modernen Schutzmaterialien gelegt.

4. Auf das fertige Fundament wird der untere Verbindungsgurt aus Holzbalken mit einer Dicke von mindestens 10 cm gelegt. Das Holz wird vorher mit einer Mischung zum Schutz vor Feuer und Insekten imprägniert. An den Ecken werden Pfosten aufgestellt und mit Metallwinkeln am Fundament befestigt. Wenn die Länge des Holzstapels zu groß ist, werden zu den Eckpfosten Zwischenpfosten hinzugefügt.

5. An den Pfosten wird der obere Verbindungsgurt in Form von Holzquerbalken mit einer Dicke von nicht mehr als 5 cm oder Metallprofilen befestigt. Danach werden die Sparren montiert, die auf den oberen Gurt des Bauwerks gesetzt werden und dabei ein Gefälle bilden. Auf die Sparren werden Bretter in einem 90°-Winkel gelegt, auf die dann Wellblech oder Polycarbonat befestigt wird.

6. Dann wird am unteren Gurt das Material für den Boden befestigt. Die Bretter werden mit kleinen Abständen montiert, um den Luftzutritt und die natürliche Belüftung zu ermöglichen, und auch damit eingedrungenes Wasser nicht stehen bleibt.

7. Im nächsten Schritt wird die Verkleidung des Holzschuppens angebracht. Sie kann aus verschiedenen Materialien bestehen und in einer beliebigen Reihenfolge befestigt werden. Die Hauptregel bei der Errichtung der Umfassungswände ist die Möglichkeit des Lufteintritts in den Holzschuppen.

Die fertige Konstruktion wird gestrichen oder lackiert, um die natürliche Holzmaserung hervorzuheben. Wenn das Bauwerk groß genug ist, kann eine Eingangstür eingebaut werden. Das Ergebnis ist ein originelles Gebäude, das auch als Abstellraum oder Schuppen dient.

Wenn auf dem Grundstück kein freier Platz vorhanden ist, wird ein angebauter Holzschuppen errichtet.

Beim Bau wird eine ähnliche Technologie wie beim Bau eines stationären Holzschuppens verwendet. Allerdings ist es nicht immer möglich, ein Fundament neben einem bestehenden Gebäude oder einer Nebenanlage zu errichten.

In diesem Fall wird eine tragbare Konstruktion gebaut, die bei Bedarf an einen anderen Ort gebracht werden kann. Dazu wird ein Rahmen aus Holzbalken mit einem Querschnitt von 5×5 cm zusammengesetzt. Vier Pfosten werden oben und unten mit horizontalen Rahmen verbunden, wobei sie auf einer Seite etwas kürzer sein müssen, um ein Dachgefälle zu bilden.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Unter den unteren Rahmen werden Pfosten befestigt, die die gesamte Konstruktion zur Belüftung über das Bodenniveau anheben. Danach wird das Dacheindeckungsmaterial aufgelegt und befestigt. Anschließend werden der Boden und die Seitenwände des Baus mit Holzleisten, Metallstäben oder Gitter verkleidet.

Die Rückwand des Holzunterstands, die an ein massives Gebäude angrenzt, muss nicht montiert werden. Wenn der Holzstapel keine hintere Begrenzung hat, sollte die Gebäudeoberfläche besser mit speziellen chemischen Mitteln behandelt oder mit einem Schutzmaterial verkleidet werden.

Originelle Varianten von Holzunterständen

Neben dem Bau von separaten oder angebauten Konstruktionen werden auch andere originelle Möglichkeiten der Holzlagerung genutzt:

  • Holzscheite werden unter einer Bank mit Beinen gelagert, allerdings nur dann, wenn die Sitzfläche eine durchgehende Abdeckung zum Schutz vor Regen hat;
  • Zum Sammeln von Brennholz werden leere Fässer aus Metall, Holz oder Kunststoff verwendet, wobei sie in der Regel auf die Seite gelegt werden;
  • Als Holzunterstand werden alte Betonbrunnenringe verwendet – sie sind zwar recht schwer, aber robust und langlebig;
  • Um Kosten zu sparen, wird der Holzstapel aus herrenlosen Holzpaletten errichtet.

Originelle selbstgebaute Holzschuppen für die Datscha

Beim Bau eines Holzlagers sollte man sich nicht auf rechteckige Formen beschränken. Mit ein wenig Fantasie und verschiedenen Baumaterialien lässt sich ein origineller Holzunterstand bauen, der nicht nur die Holzscheite schützt, sondern auch das Gartengrundstück verschönert.

Ein Holzunterstand kann das Brennholz über einen längeren Zeitraum vor Niederschlag schützen. Gleichzeitig macht ein zusätzlicher Lagerplatz für Brennholz das Datscha-Grundstück ordentlich und funktional. Auch die Pflege des Lagers sollte nicht vergessen werden. Der Holzstapel muss regelmäßig gereinigt, die Ordnung im Inneren aufrechterhalten, das Holz in sauberen Reihen geschichtet und verrottete Holzscheite entfernt werden.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?